Editorial

Petra Gottsand

Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser, in der vergangenen Woche sagte eine Freundin zu mir: „Ach Petra, jetzt geht es wieder in die dunkle Jahreszeit.“ Dieser Satz (dem ich nicht widersprochen habe) geht mir seitdem nicht aus dem Sinn. Am Wochenende war ich mit Mann und Hund spazieren. Und was soll ich sagen? Wäre die Natur eine Malerin, so hätte sie in diesen Wochen wahre Meister - werke geschaffen: Angefangen bei den Sonnenauf- und Untergängen, bis hin zu den wahren Farbfeuerwerken auf den Bäumen.

„Jetzt geht es wieder in die dunkle Jahreszeit…“ Ist es nicht eher die Jahreszeit, in der das Vergangene die Grundlage für Zukünftiges bereitet? Zur Sonne gehört der Mond, zum Licht der Schatten, zur Wärme die Kälte, zum Leid die Freude. Alles greift ineinander. Für mein Leben habe ich beschlossen, nicht nur eine Seite, oder eine Sicht der Dinge zuzulassen.

Ich wünsche Ihnen eine wunderbare, besinnliche Adventszeit.

Herzlichst,
Ihre Petra Gottsand

Vorgestellt

Sabine Stelter, Jana Beck und Jens-Joachim Lange

Sabine Stelter, Jana Beck und Jens-Joachim Lange

Mitarbeitervertretung

In den Einrichtungen der Diakonie gibt es eine gewählte Mitarbeitervertretung (MAV), vergleichbar mit einem Betriebsrat in anderen Firmen.

Die MAV wird alle vier Jahre von allen Kollegen gewählt und be - steht zurzeit aus Sabine Stelter, Jana Beck und Jens-Joachim Lange.

Sabine Stelter: Wichtig ist, dass es eine Vermittlung zwischen Leitung und Mitarbeitern gibt, um einen konstruktiven und einander achtenden Umgang zu erhalten.

Jens-Joachim Lange: Die MAVArbeit möchte ich nutzen, um ein harmonisches Verhältnis in der Mitarbeiterschaft zu erhalten und zu fördern.

Jana Beck: Mein Anliegen ist es, die Rechte der Kollegen zu wahren und sie bei persönlichen Belangen zu unterstützen.

Die MAV nutzt ihr Mitspracherecht bei der Dienstplangestaltung, vorraussichtlichen Veränderungen im Haus, personellen Entscheidungen und für Ideen zur Verbesserung der Arbeitssituation der Kollegen. Wichtige Themen der letzten Monate waren die Nachtdienstregelung und die Pausengestaltung.

Aktuelles und Termine

Adventliche Konzerte im Hospiz
Besinnliche, adventliche und klassische Musik erwartet Sie bei unseren diesjährigen Adventskonzerten im Hospiz Am Hohen Tore. Erstmalig finden nicht alle Konzerte am Sonntag statt. Bitte beachten Sie daher genau die Termine.

Am 1. Advent, Sonntag, den 29. November 2015 um 16.00 Uhr
Matthias Köninger, Paul Köninger und Sören Pietsch eröffnen unsere adventlichen Konzerte. Lassen Sie sich mit Klavier, Gitarre und Gesang auf den Advent einstimmen.

Am Montag, den 7. Dezember 2015 um 16.30 Uhr
Es erwartet Sie die Jungenkantorei der Braunschweiger Domsingschule unter der Leitung von Kantor Witold Dulski.

Am 3. Advent, Sonntag, den 13. Dezember 2015 um 13.00 Uhr
Lauschen Sie den Klängen des Trio 3D. Livia Drebs, Frank Drebs und Monika Meier-Dutz vom Akkordeon-Orchester Braunschweig und Langenhagen werden Sie mit Akkordeon und Cayon in die klassische adventliche Musikwelt entführen.

Am 4. Advent, Sonntag, den 20. Dezember 2015 um 16.00 Uhr
Das traditionelle Weihnachtskonzert des Hospizchores findet unter der Leitung von Frau Christiane Rust statt. Der Chor wird uns mit Weihnachtsliedern auf das nahende Weihnachtsfest einstimmen.

Im Anschluss an die Konzerte besteht die Möglichkeit, bei einer Tasse Tee oder Kaffee und Gebäck noch im Hospiz zu verweilen.

Eintrittsgelder werden keine erhoben, über eine kleine Spende freuen wir uns aber sehr.

Seien Sie herzlich willkommen im Hospiz Am Hohen Tore und genießen Sie die adventliche Stimmung im Haus.

Besichtigung Hospiz
Einen Tag der offenen Tür kann das Hospiz nicht veranstalten. Gruppen von ca. 10 Personen können aber gern nach Absprache das Haus, die öffentlichen Räume und vielleicht auch ein Zimmer besichtigen. Gern beantworten wir dann alle Fragen, die sich Ihnen im Zusammenhang mit dem Hospiz stellen. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

Spende

„FIT IN music" spendet fürs Hospiz

„FIT IN music" spendet fürs Hospiz

Petra Gottsand, Anke Richwien und Eva Reuleke bei der Übergabe des Schecks.

Durch Spenden bei Schülerkonzerten der Musikschule kam eine Summe in Höhe von 750,- €zustande, die von Anke Richwien (FIT IN music) an die Leitung des Hospizes Am Hohen Tore in Braunschweig, Petra Gottsand und Eva Reuleke, für deren Arbeit übergeben wurde.

Adventsbasar

Besuchen Sie den Adventsbasar der Hospizfreunde

Wer kennt das nicht, was soll ich schenken? Mit welcher Kleinigkeit kann ich meinen Lieben eine Freude zu Weihnachten be reiten?

Besuchen Sie unseren Adventsbasar, viele schöne Geschenke warten hier auf einen Käufer. Wie in je - dem Jahr haben sich die „Hospizfreunde“ mit viel Zeit und guten Ideen auf den Basar vorbereitet. Sie können in der Adventszeit den Basar täglich besuchen. Wir freuen uns auf Sie!

Das Jahr geht zu Ende...

Das Jahr geht zu Ende...

Huch, dachte ich gestern, es ist November? Ach du je, so mein zweiter Gedanke, dann ist ein Rückblick auf das Jahr fällig.

Womit soll ich beginnen? Es gäbe so viel zu schreiben. Situationen, in denen wir gelacht haben. Keine Stunde später rollten Tränen der Trauer. Am selben Tag noch waren auch deutliche und klärende Worte nötig. Alles in allem eine Achterbahn der Gefühle. Kennen Sie das alles auch? In dem fast hinter uns liegendem Jahr ist viel passiert, wir alle am Hospizleben Beteiligte haben jeder auf seine Art Erinnerungen geschaffen.

Im März haben wir unseren 8. Geburtstag gefeiert! Bei doch sehr gemäßigten Temperaturen wurde der Grill angefeuert. Jeder Geburtstagsgast hat etwas zu diesem Fest beigetragen, so konnte ausdauernd geschlemmt werden. Alle Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Angehörige und Gäste haben ein paar ausgelassene Stunden erlebt.

Am Gründonnerstag haben wir gemeinsam mit Pastor Friedhelm Meiners zum Abendmahlgottesdienst eingeladen. Wir waren in diesem Jahr eine sehr große Runde, da auch viele unserer Gäste mit ihren Angehörigen an dem Gottesdienst teilgenommen haben. Ein Abend, der in meiner Erinnerung einen großen Raum einnimmt!

Am 19. Juli feierten wir unser Sommerfest. In den Tagen vor diesem Samstag war das Wetter alles andere als sommerlich. Sollte der gute Draht zu Petrus in diesem Jahr das erste Mal nicht funktionieren? Der Sams - tag kam, mit ihm die Sonne und auch die Temperaturen waren absolut hochsommerlich. Als dann gegen 16.30 Uhr ungefähr 300 Luftballons mit Wunschkarten in den Himmel stiegen, freuten sich alle Helfer, Mitarbeiter und Ehrenamtliche über das gelungene Fest. Der September stand ganz unter dem Motto „Qualität“. Denn eine unserer Mitarbeiterinnen hat ihre Weiterbildung zur Qualitätskoordinatorin mit Erfolg abgeschlossen. Bereits seit Monaten arbeitet sie mit den haupt- und ehrenamtlichen Kollegen an der Weiterentwicklung von Arbeitsabläufen.

Sie sehen, wie schnell das Jahr bis hier vergangen ist. Die letzten zwei Monate des Jahres liegen unmittelbar vor uns. Adventskonzerte und unser gemeinsamer Gottesdienst am Heiligen Abend, um 14.30 Uhr, liegen noch vor uns. Zu diesem besonderen Weihnachtsgottesdienst möchte ich Sie herzlich einladen.

Ich freue mich auf die besinnliche, stimmungsvolle Zeit im Hospiz, in der alles so wunderschön geschmückt ist, der Duft von selbstgebackenen Keksen durch das Haus zieht und alles ein wenig langsamer und ruhiger wird. Und ehe wir uns versehen heißt es ...

Herzlich willkommen 2016

Text: Petra Gottsand

Dankeschön...

Auch im Jahr 2015 haben uns viele Menschen mit Spenden bedacht. Es ist uns ein großes Anliegen Ihnen allen an dieser Stelle herzlich zu danken. Ein herzliches Dankeschön an all die Firmen, Vereine, Privatpersonen, Angehörige von Verstorbenen, anonymen Spender, einfach an alle Menschen, die uns mit ihrem finanziellen Beitrag geholfen haben. Ohne Ihre Unterstützung wäre es uns nicht möglich, diese Arbeit zu leisten. Und wie jedes Ende auch einen Anfang in sich trägt, möchte das Hospiz Sie für das kommende Jahr auch wieder um ihre Unterstützung bitten, um weiter seine Aufgaben für sterbenskranke Menschen erfüllen zu können.

10-jähriges Jubiläum der Hospiz Stiftung für Braunschweig

10-jähriges Jubiläum der Hospiz Stiftung für Braunschweig

v. l.: Pastor Friedhelm Meiners, Erika Borek, Cornelia Seifert, Gabriele Stülb, Andrea Naumann, Petra Gottsand und Norbert Velten

Die Hospiz Stiftung für Braunschweig feierte ihr Jubiläum mit einem Festgottesdienst.

Ein kalter, aber sonniger Herbsttag zauberte ein wunderbares Licht in die Martinikirche am Altstadtmarkt, wo am 11. Oktober 2015 mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang das 10-jährige Bestehen der Hospiz Stiftung für Braunschweig begangen wurde, umrahmt von klangvoller Trompeten-, Orgel- und Chormusik.

Erika Borek„Schade, der Sommer ist vorbei. Viel schneller, als man gedacht hat. Jedes Jahr sagen wir das. Auch der Herbst hat noch schöne Tage. Mittagssonne genießen, die Luft tief einatmen und sich an den bunten Blättern erfreuen. Im Sessel sitzen, einen Tee trinken, ein Buch lesen, Musik hören oder sich einfach ausruhen. Dieses Lebensgefühl sollten wir jeden Tag haben. Dann müssten wir nicht sagen, schade, dass ich mich zu wenig um meine Familie gekümmert habe oder zu wenig Zeit für meine eigenen Hobbies hatte. Tue es jetzt und heute. Sag‘ nicht: ich mache es später. Tue es gleich.“ Getreu diesem Motto gründete Erika Borek am 13. Oktober 2005 die Hospiz Stiftung für Braunschweig, noch vor Fertigstellung des Hospizes.

Die Stiftung hat das Ziel, den Hospiz gedan ken in Braunschweig und Umgebung zu ver breiten. Sie unterstützt das Hospiz und die ambulante Hospiz arbeit in Braunschweig mit ihren Erträgen. Das Start kapital betrug 100.000 € der Hospiz Stiftung für Braunschweig, mittler - weile hat sich der Kapital stock durch einige Spender/innen auf über 1 Mio. € er höht.

Pastor Friedhelm MeinersPastor Meiners, dem Hospiz von der ersten Stunde an eng verbunden, erinnerte auch an die Ängste und Vorurteile, die Menschen, Nachbarn, gehabt hätten, als das Hospiz an diesem Ort geplant wurde. Auch durch die Arbeit der Hospiz Stiftung für Braunschweig im Sinne des Hospizgedankens für das Thema eines würdevollen Lebens und Sterbens im Hospiz Am Hohen Tore ist das Haus an der Broitzemer Straße nicht mehr wegzudenken.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde bei Kaffee und Kuchen den vielen Menschen, die die Hospizarbeit in Braunschweig unterstützen, gedankt.

Mit der SONne im Alltag unterstützen

Mit der SONne im Alltag unterstützen

Kinder, die an einer schweren Krankheit leiden, brauchen viel Zeit und Zuwendung. Eltern, die ein solches Kind zu Hause betreuen, brauchen viel Unterstützung. Die ambulante Kinderhospizarbeit unterstützt die gesamte Familie in ihrer gewohnten Umgebung.

Leon, David und Cem (Namen sind geändert) sind drei Kinder, die von unterschiedlichen Krankheitsbildern be troffen sind. Der 16-jährige David leidet an einer Muskelschwunderkrankung und sitzt im Rollstuhl oder liegt im Bett. Der vierjährige Leon leidet an einem genetischen Defekt, er kann sitzen und mit seinen Händen vielfältigen Aktivitäten nachgehen, der neunjährige Cem hat einen nachgeburtlichen Infekt er -litten, der zu einer schweren mehrfachen Behinderung geführt hat. Er kann sehen und hören und ist ansonsten auf ganz viel Hilfe angewiesen.

Allen drei Kindern ist gemeinsam, dass sie eine lebensbegrenzende Prognose haben. Kinder mit dieser Prognose können jedes Jahr bis zu 28 Tagen zusammen mit ihren Familien in einem der Kinderhospize unterkommen. Davon gibt es 14 in ganz Deutschland verteilt. Damit in den verbleibenden 48 Wochen die Familie weiter unterstützt wird, gibt es die ambulante Kinderhospizarbeit vor Ort.

Jeweils zwei Ehrenamtliche begleiten das Kind und die Familie, besuchen sie zu Hause und schenken Zeit und Zuwendung. Damit ermöglichen wir den Familien eine zuverlässige Begleitung auch über einen längeren Zeitraum. In jedem Einzelfall wird geschaut, wo der Schwerpunkt der Unterstützung liegt: Sind es Aktivitäten mit dem erkrankten Kind, mit einem Geschwisterkind oder Gespräche und praktische Hilfen für die Eltern. Die Ehrenamtlichen durchlaufen einen Vorbereitungskurs für diese Tätigkeit und werden in ihrer Arbeit fortlaufend begleitet.

Dazu haben sich die Hospizvereine aus Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn, Wolfenbüttel und Salzgitter zusammengetan und die Kooperation SONne für die ambulante Kinderhospizarbeit in Süd-Ost-Niedersachsen gegründet. Schon seit Jahren begleiten wir Kinder und deren Familien, jetzt werden die Vorbereitung und die Begleitung der Ehrenamtlichen gemeinsam organisiert und die Vereine unterstützen sich gegenseitig bei der Öffentlichkeitsarbeit und den Begleitungsanfragen.

SONne LogoKontakt:
Hospizarbeit Braunschweig, Bruchtorwall 9–11, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531 / 1 64 77

Veranstaltungen

Segnungsgottesdienst für Trauernde
Am Sonntag, den 22. November 2015 leiten Pfarrer Anton von der Krankenhausseelsorge sowie Pfarrer Pieper einen Gottesdienst für Trauernde. Sonntag, 22. November 2015, 11.00 Uhr, Hauptkapelle des evangelischen Hauptfriedhofs, Helmstedter Str. 38

Kerzen leuchten für verstorbene Kinder
Am zweiten Sonntag im Dezember findet das weltweite Kerzenleuchten statt. An diesem Tag gedenken weltweit Angehörige und Freunde ihrer verstorbenen Kinder, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen. Veranlasst wurde diese Initiative 1996 vom amerikanischen Verein verwaister Eltern, den „Compassionate Friends“. Sonntag, 13. Dezember 2015, 16.00 Uhr, St. Pauli Kirche

Hospiz macht Schule
Seit 2013 führen Ehrenamtliche der Hospizarbeit an Braunschweiger Grundschulen das Projekt „Hospiz macht Schule“ durch. Jeweils eine Woche lang werden mit den Schülerinnen und Schülern der dritten oder vierten Klasse die Themen Krankheit, Sterben, Tod, Trauer und Trösten kindgerecht bearbeitet.

Jeweils sechs Ehrenamtliche betreuen die Kinder dann in kleinen Gruppen und verbringen die ganze Woche mit ihnen. In Gesprächen mit der Schulleitung, den Lehrern und den Eltern werden die Themen und die Vermittlungsmethoden erläutert. Die Rückmeldungen von den Kindern, den Lehrern und den Eltern sind hinterher positiv.

Wenn Sie als Elternteil oder als interessierte Lehrerin oder Lehrer möchten, dass diese Projektwoche auch an Ihrer Grundschule stattfinden kann, nehmen Sie Kontakt mit der Hospizarbeit Braunschweig auf.